STATUT DER STIFTUNG FÜR BERUFLICHE UND INTERKULTURELLE BILDUNG „Faveo"

 

Abschnitt I

Allgemeine Bestimmungen

§ 1.

1. Die Stiftung fur berufliche und interkulturelle Bildung im folgenden Stiftung genannt, wurde von

Qualifizierungsförderwerk Chemie Beteiligungs- und Consulting GmbH
Federacja Związków Zawodowych Przemysłu Chemicznego Szklarskiego i Ceramicznego w Polsce OPZZ
Sekretariat Przemysłu Chemicznego Niezależnego Samorządnego Związku Zawodowego „Solidarność"
im folgenden Stifter genannt, gegründet.

Die Stiftung wurde mit der notarielle Beurkundung eingesetzt, die von dem Notar. Simona Krukowską in der Kanzlei in Wrocław, Str Kuźnicza 57/58, lok.4 am 10.08.2007 unterschrieben wurde und nach dem polnischen Recht und diesem Statut wirkt.

2. Die Stiftung ist politisch neutral und mit keiner Religion verbunden.

§ 2.

1. Die Stiftung hat Rechtspersönlichkeit.

2. Die Stiftung ist für einen unbestimmten Zeitraum gegründet worden.

§ 3.

Sitz der Stiftung ist die Stadt Wrocław.

§ 4.

1. Die Tätigkeit der Stiftung erstreckt sich auf das Hoheitsgebiet der Republik Polen. Im Rahmen ihres Satzungszweckes kann die Stiftung auch im Ausland agieren.

2. Die Stiftung darf ein eigenes grafisches Zeichen und einen entsprechenden Namen in Fremdsprachen gebrauchen.

 

Abschnitt II

Zweck und Formen der Tätigkeit der Stiftung

§ 5.

Zwecke der Stiftung sind:

1. Die Förderung der beruflichen Bildung in verschiedenen Bereichen und Branchen, insbesondere in der Chemiebranche.

2. Die Unterstützung der Arbeitsmarktpolitik.

3. Die Qualitätsverbesserung und Internationalisierung der Berufsbildungsstandards.

4. Die Anregung und die Fortsetzung des sozialen Dialoges in für die Gesellschaft wichtigen Bereichen, auch im internationalen Umfang.

5. Die Förderung der deutsch-polnischen und internationalen Zusammenarbeit in verschiedenen Themen (z.B. Jugendaustausch, Umweltschutz) und das Zusammenwirken dafür mit anderen Trägern.

6. Die Förderung und die Verwirklichung der europäischen Integration.

7. Maßnahmen für die interkulturelle Bildung.

 § 6.

Die Stiftung verwirklicht ihre Satzungszwecke durch:

1. Die Initiierung, Planung und Durchführung von Treffen, Tagungen, Programmen, Projekten, Ausstellungen, Seminaren und Schulungen.

2. Bildungs- und Forschungstätigkeit, sowie die Veröffentlichung entsprechender Materialien.

3. Die Vermittlung von Kontakten zwischen Akteuren zur Erfüllung des Stifungszwecks

4. Die Zusammenarbeit mit Produktionsbetrieben, Bildungseinrichtungen, Landes- und Kommunalträger und Nichtregierungsorganisationen im Rahmen des Satzungszwecks.

5. Die Teilnahme an Aktivitäten anderer Träger, die ähnliche Zwecke verfolgen.

§ 7.

Bei der Durchführung dieses Zwecks kann die Stiftung Tätigkeiten von anderen Personen und Einrichtungen unterstützen, die dem Stiftungszweck dienen.

§ 8.

Die Stiftung darf Wirtschaftstätigkeit in zweckbeschränktem Umfang ausüben. Die Stiftung darf bezahlte und nicht bezahlte gemeinnützige Tätigkeit ausüben.

 

 Abschnitt III

Vermögen und Einkommen der Stiftung.

§ 9.

Das Vermögen der Stiftung besteht aus Mitteln, die für den Gründungsfonds in Höhe von 50 000 PLN eingezahlt wurden, sowie anderen Vermögensbestandteilen, die die Stiftung während ihrer Tätigkeit gewinnt oder erwirbt.

Anteile in dem Gründungsfonds werden folgendes vertreten:

QFC BeCon GmbH (40.000 PLN) 80 %

Federację Związków Zawodowych Przemysłu

Chemicznego Szklarskiego i Ceramicznego w Polsce OPZZ (5.000 PLN) 10 %

 Sekretariat Przemysłu Chemicznego NSZZ Solidarność (5.000 PLN) 10 %

§ 10

Die Stiftung trägt den Gründungsaufwand aus eigenen Mitteln.

§ 11.

Stiftungseinnahmen können sein:

1. Schenkungen, Erbschaften, Vermächtnisse,

2. Subventionen und Zuwendungen, sowie Projektfonds,

3. Einnahmen aus Spendensammlungen und öffentlichen Veranstaltungen, die zugunsten der Stiftung durchgeführt werden,

4. Einnahmen aus dem vorhandenen Stiftungsvermögen,

5. Bankzinsen,

6. Einnahmen aus der Wirtschaftstätigkeit.

§ 12.

Die von der Stiftung aus dem Stiftungsvermögen erzielten Einnahmen sind für die
Verwirklichung ihrer Satzungszwecke sowie für die Deckung der notwendigen
Verwaltungskosten der Stiftung zu verwenden.

 

Abschnitt IV

Stiftungsorgane

§ 13.

Organe der Stiftung sind:
 a) Stifterversammlung

b) Vorstand (Geschäftsführung)

 Stifterversammlung

§ 14.

1. Die Stifterversammlung ist das Anregungs-, Beschluss- und Aufsichtsorgan.

2. Die Stifterversammlung setzt sich aus je einer/einem Vertreter/in der Stifter zusammen. Sie sind vom Stifter nach ihrem Innenrecht zu benennen und abzuberufen.

3. Die Stifterversammlung bestellt den/die Geschäftsführer/inen.und kann auch die Mitglieder des Beirates berufen.

4. Die Mitglieder der Stifterversammlung können beratend an den Sitzungen des Beirates teilnehmen.

5. Mitglieder der Stifterversammlung können nicht gleichzeitig Mitglied des Beirates, der Geschäftsführung oder Beschäftigte der Stiftung sein.

§ 15.

1. Die Stifterversammlung tagt mindestens einmal jährlich am Sitz der Stiftung oder an einem anderen Ort.

2. Die Stifterversammlung wählt aus ihren Mitgliedern eine/n Vorsitzende/n.

3. Die/der Vorsitzende beruft die Stifterversammlung auf eigene Initiative, auf Antrag eines Mitglieds der Stifterversammlung oder auf schriftlichen Antrag der Geschäftsführung oder des Beirates.

4. Die Stifterversammlung ist nicht öffentlich. Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirates sowie externe Sachverständige können zu den Versammlungen geladen werden.

§ 16.

1. Die Stifterversammlung fasst die Beschlüsse.

2. Die Stimmen werden entsprechend der Anteile am Gründungskapital gewichtet.

3. Wenn eine besondere Dringlichkeit oder Notwendigkeit vorliegt, kann die Stifterversammlung auch im Umlaufverfahren beschließen. In diesem Fall müssen alle Mitglieder diesem Verfahren zustimmen.

4. Die Stifterversammlung kann sich eine Geschäftsordnung geben.

§ 17.

In den Kompetenzbereich der Stifterversammlung fallen insbesondere:

1. Bestellung und Abberufung des/der Geschäftsführer/innen, deren Einstellung, sowie die Festlegung der Grundsätze und Höhe ihrer Vergütung,

 2. Kontrolle der Geschäftsführung, Bestätigung des Jahresabschlusses oder Bilanzen, Entlastung der Geschäftsführung und des Beirates,

3. Genehmigung der jährlichen Arbeitspläne der Stiftung,

4. Festlegen von Schwerpunkten der Stiftungstätigkeit,

5. Aufsicht über die Verwirklichung der Stiftungszwecke und Interpratation der Satzung,

6. Beschlussfassung nach dem Vorstandsantrag über Liquidation der Stiftung oder über die Verbindung mit einer anderen Stiftung,

§ 18.

Bei der Aufgabenerfüllung hat die Versammlung das Recht zu:

1. Bekommen von der Geschäftsführung der Stiftungsdokumentation

2. Prüfung des Stiftungsvermögens und Finanzkontrolle.

Vorstand

§ 19.

1. Die Stiftung hat eine/n oder mehrere Geschäftsführer/innen.

2. Der/die Geschäftsführer/innen werden von der Stifterversammlung bestellt. Die Amtszeit der Geschäftsführung beträgt drei Jahre.

3. Eine erneute Bestellung ist zulässig.

4. Die Mitglieder der Geschäftsführung können während der Amtzeit durch Beschluss der Stifterversammlung abberufen werden.

§ 20.

1. Die Geschäftsführung führt die Geschäfte der Stiftung und vertritt sie nach außen.

2. In den Aufgabenbereich der Geschäftsführung fallen insbesondere:

a. Vorbereitung der Arbeitsprogramme und Jahresfinanzpläne der Stiftung,

b. die Wahrnehmung der Arbeiteberfunktion gegenüber den Beschäftigten der Stiftung,

c. Verwaltung des Stiftungsvermögens,

d. Regelung der Vertragsbedingungen für externe Experten,

e. Leitung des Stiftungsbüros,

f. Entscheidungsfindung für alle Bereiche, die nicht durch die anderen Organe der Stiftung wahrgenommen werden,

g. Entgegennahme von Schenkungen, Erbschaften, Vermächtnissen, Subventionen und Zuwendungen,

h. Antragsstellung auf Änderungen des Statuts der Stiftung, Zusammenschluss mit anderen Stiftungen und Liquidation der Stiftung an die Stifterversammlung,

3. Die Geschäftsführung darf bestimmte Aufgaben auf ein oder mehrere Personen übertragen und sie bevollmächtigen, benannte Stiftungsbereiche zu leiten.

4. Der Vorstand ist verpflichtet, jeweils bis zum 30. Juni jedes Jahres, der Stifterversammlung und dem Beirat einen Jahresbericht für das vergangene Jahr der Stiftungsarbeit vorzulegen.

§ 21.

Vertretung der Stiftung

1. Jede/r Geschäftsführer/in darf die Stiftung alleine nach außen vertreten.

2. Die Geschäftsverteilung regelt eine durch die Stifterversammlung zu erlassende Geschäftsordnung .

§ 22.

Beirat

1. Die Stifterversammlung kann einen Beirat berufen.

2. Der Beirat ist das Anregungs- und Unterstützungsorgan.

3. Der Beirat setzt sich aus mindestens drei natürlichen Personen zusammen.

4. Die Mitglieder des Beirates werden von der Stifterversammlung für die Dauer von zwei Jahren bestellt.

5. Die Mitgliedschaft im Beirat endet durch Zeitablauf, schriftlichen Rücktritt oder Tot des Mitglieds.

6. In besonderen Fällen kann ein Beiratmitglied durch Beschluss der Stifterversammlung abberufen werden.

7. Der Beirat wählt aus den bestellten Mitgliedern eine/n Vorsitzende/n. Die/der Vorsitzende steuert die Beiratsarbeit, vertritt den Rat, beruft die Sitzungen ein und führt den Vorsitz.

§ 23.

1. Die Mitglieder des Beirates sind ehrenamtlich tätig.

2. Kosten, die den Mitgliedern im Rahmen ihrer Tätigkeit entstehen, sind in der Regel durch die sie entsendenden Einrichtungen zu tragen. Eine Übernahme dieser Kosten durch die Stiftung bedarf des Beschlusses der Stifterversammlung.

§ 24.

1. Der Beirat tagt mindestens einmal jährlich.

2. Die/der Vorsitzende beruft die Beiratssitzung auf eigene Initiative oder auf schriftlichen Antrag eines Mitglied des Beirates, der Geschäftsführung oder der Stifterversammlung ein.

3. Beiratsbeschlüsse ergehen mit einfacher Mehrheit der Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist die Stimme des Mitglieds, das den Vorsitz führt, ausschlaggebend.

4. An der Beiratssitzung können Mitglieder der Stifterversammlung und der Geschäftsführung beratend teilnehmen.

5. Die Stifterversammlung kann auf Vorschlag des Beirates eine Geschäftsordnung für den Beirat erlassen.

§ 25.

Der Beirat berät die Geschäftsführung und die Stifterversammlung in Fragen der Programmplanung und Tätigkeiten der Stiftung, sowie stellt eigene Vorschläge in dem Bereich.

§ 26.

Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Beirat Recht zu:

1. Bekommen von dem Vorstand der Stiftungsdokumentation

2. Bekommen der Jahresberichtes der Stiftungsarbeit

 

Abschnitt V

Abschließende Bestimmungen

Änderungen des Statuts

§ 27.

Änderungen des Statuts der Stiftung werden von der Stifterversammlung beschlossen. Für die Beschlussfassung ist das Votum des Beirates und der Geschäftsführung einzuholen. Die Änderungen können die Stiftungszwecke betreffen, die in dem Statut und der  Gründungsurkunde benannt wurden.

 Zusammenschluss mit anderen Stiftungen

§ 28.

1. Für die effektive Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben kann sich die Stiftung mit anderen Stiftungen zusammenschließen.

2. Zusammenschluss darf nicht erfolgen, wenn dadurch die Stiftungszwecke wesentlich verändert werden..

3. Der Zusammenschluss mit anderen Stiftungen wird ggf. durch die Geschäftsführung vorbereitet und bei der Stifterversammlung beantragt. Zur Beschlussfassung ist das Votum des Beirates einzuholen.

Liquidation der Stiftung

§ 29.

1. Die Liquidation der Stiftung erfolgt nach Erfüllung der Satzungszwecke bzw. im Fall einer Erschöpfung der Geldmittel und des Vermögens der Stiftung.

2. Die Entscheidung über die Liquidation wird von der Geschäftsführung vorbereitet und bei der Stifterversammlung beantragt. Zur Beschlussfassung ist das Votum des Beirates einzuholen.

3. Der Liquidator der Stiftung wird von der Stifterversammlung benannt und abberufen.

§ 30.

Über die Verwendung des Vermögens und Finanzmitteln, die nach der Liquidation übrig bleiben, entscheidet die Stifterversammlung. Sie sollten den Stiftungszwecken nah stehenden Zwecken übergeben werden.

§ 31.

Für das Statut wird die Erklärung der Stifterversammlung beigelegt, in der der Minister genannt wird, der auf Grund der Stiftungszielen für die Stiftung zuständig ist.