TraWi - Transfer von Erfahrungen bei der Gestaltung einer wirtschaftsnahen berufspraktischen Ausbildung in den Strukturen schulisch orientierter Ausbildungssysteme

Das Projekt betraf die Notwendigkeit die Qualifikationen und Fähigkeiten der polnischen und tschechischen Schulabgänger an die Herausforderungen des gegenwärtigen Arbeitsmarktes anzupassen. Diese Aufgabe wurde durch die Überprüfung der deutschen Lösungen in der Annäherung der Berufsbildung an die Anforderungen der Chemiebranche realisiert. Der internationale und universelle Charakter dieses Unternehmens gab uns die Möglichkeit, vielfältige Perspektiven zu berücksichtigen und  neue Lehrkonzepte zu erarbeiten, die die Schüler möglichst effektiv auf den Dienstantritt vorbereiten sollten.

Das Projekt setzte Realisierung der folgenden Bestandteilen voraus: Untersuchung der Unternehmensanforderungen im Bereich der Arbeiterqualifikationen, Erarbeitung der praktischen und theoretischen Lehrkonzepte, die ihre Anwendung in den Schulen finden, Überprüfung dieser Konzepte, Evaluierung und Veröffentlichung von Ergebnissen.

Die Projektinitiatoren waren, neben der Stiftung „Faveo”, deutsche Institutionen mit vieljährigen Tradition und Erfahrung in Bildung für die Chemiebranche - Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH in Halle sowie Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe mbH in Dresden. Wichtige Projektpartner waren Bildungseinrichtungen in Polen, Deutschland und Tschechen. Das Projekt wurde auch durch die soziale Partner unterstützt, wie Gewerkschaften und Arbeitsgeberverbaende. Im Zeitraum von 6-8 November hat das erste Projekttreffen in Halle stattgefunden, während dessen Projektablauf und Zeitrahmen festgelegt wurden.

Im Rahmen des Projekts TraWi haben bei unseren Projektpartner 4 Projekttreffen stattgefunden, auf denen über die  für das Projekt relevanten Fragen diskutiert werden konnte (z.B. die Nationalen Qualifikationsrahmen im Kontext der Europäischen Qualifikationsrahmen, Stand der Durchführung von nationalen Reformen der beruflichen Ausbildung in Polen und Tschechen). Die Projektmeetings ermöglichten aber auch wichtige Fortschritte im Projekt zu erzielen, die im Effekt zur Erstellung der pädagogischen Konspekte führten, die in polnischen und tschechischen Schulenerprobt wurden. Dank der internationalen Zusammenarbeit konnten wir auch eine Konferenz in der beruflichen Schule in Włocławek organisieren, die sowohl aus Sicht der Arbeitgeber, wie auch des Bildungswesen von Bedeutung ist, weil sie für beide Parteien eine besondere Gelegenheit war, gemeinsam nach praktischen Lösungen zu suchen, die zur Annäherung der Ausbildung und Arbeitsmarkt im Chemiesektor führen sollten.

Im Zeitraum von 18 bis 21. November 2014 wurden Workshops „wirtschaftsnahe berufspraktische Ausbildung in der Chemiebranche“  für die polnischen Arbeitgeber  und anderen Akteuren des Chemiesektors in Deutschland organisiert.  Das Seminar wurde der Thematik der beruflichen Ausbildung und Beschäftigung in der Chemiebranche in Polen und Deutschland gewidmet. Seitens Polen haben an den Workshops die Vertreter der Chemieunternehmen:  Anwil S.A., D&R Dispersions and Resins Sp. z o.o., Grupa Azoty Zakłady Chemiczne „Police” S.A, Grupa Lotos S.A, Grupa PCC  sowie die Vertreter der Branchengewerkschaften: Sekretariat Przemysłu Chemicznego NSZZ „Solidarność” und Federacji Chemików OPZZ  teilgenommen. Im Rahmen des Seminars hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich mit den Vertretern der deutschen Chemiefirmen  BASF in Berlin und Infraleuna in Chemiepark Leuna zu treffen, wie auch den Tätigkeitsbereich von den beruflichen Bildungszentren: Bildungsakademie Leuna, Bildungsnetzwerk Magdeburg und Zentrum für die Berufsbildung des Arbeitgeberverbands Nordostchemie, der seine inneren Strukturen und Aufgaben dargestellt hat, kennenzulernen.

Wir laden Sie herzlich zur Lektüre des Projektnewsletters ein, der relevante Ergebnisse unserer Projektarbeit beschreibt. Der Inhalt umfasst eine Zusammenfassung der auf Umfragen gestützten Untersuchungen unter den polnischen und technischen Arbeitgebern, eine Darstellung der Situation in der Chemiebranche im Kontext der beruflichen Ausbildung, sowie eine Vorstellung von guten Praktiken in Deutschland.

Wir empfehlen Ihnen auch sich mit den pädagogischen Konzepten für die Berufe: Chemieanalityker und  Umweltschutztechniker vertraut zu machen, die im Rahmen des Projekts TraWi zusammen mit tschechischen Berufsschulen in Brünn und Pardubice und der polnischen Berufschule ZSCH im. Marii Skłodowskiej – Curie in Włocławek, sowie mit Experten aus SGB und QFC entwickelt wurden: http://trawi.fundacja-faveo.pl/?q=Koncepcje_TRAWI (polnische Version), http://www.adam-europe.eu/adam/project/view.htm?prj=10941&page=FILES&prd=11#.WD0ucrnJKvA  (andere Sprachen: Deutsch, Englisch, Tschechisch)

 

Mit der Unterstützung des Programms für Lebenslanges Lernen der Europäischen Union.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser;
die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Mehr Informationen über das Projekt auf Polnisch: http://trawi.fundacja-faveo.pl/
Mehr Informationen über das Projekt auf Deutsch: http://qfc.de/qfc.de/projekte/aktuelle-projekte/trawi/